What’s up, Sucuk und Bratwurst?
These four friends make up Berlin's coolest Creative Studio
December 2, 2024

Freundschaft und Arbeit, das verträgt sich selten gut. Manchmal geht es dann aber doch: „Wir haben damals zusammen Graffiti gemacht, bis es Ärger gab. Das war der Moment, als wir entschieden haben, unsere Kreativität anders auszuleben.“ Sucuk und Bratwurst, das sind Alessandro Belliero, David Gönner, Denis und Lukas Olgac – beste Freunde, Brüder (zumindest zwei von ihnen) und Arbeitskollegen. Zusammen sind sie ein kreatives Kollektiv aus Berlin.
Vielleicht klappt es so gut mit den vier Freunden, weil die Entscheidung, zusammenzuarbeiten, nie bewusst fiel. Es hat sich einfach so entwickelt. „Wir ergänzen uns einfach. Jeder bringt seine eigenen Stärken ein, und zusammen sind wir stärker“. David kümmert sich mehr um 3D-Techniken und AI, Dennis übernimmt mehr die kreative Arbeit. Wie genau sie auf ihren Namen gekommen sind, wissen sie fast nicht mehr. Er bleibt aber in Erinnerung und das Klingelschild des Studios am Strausberger Platz sorgt bei Postboten genauso oft für Verwirrung wie für ein Schmunzeln.
Angefangen hat Sucuk und Bratwurst damit, Flyer für Clubs wie das Watergate in Berlin zu gestalten. Mittlerweile designen sie Kampagnen, Grafiken, Illustrationen und Artworks für Kunden wie Dior, Rimowa, das ZEITmagazin oder den Rapper RIN. Die Balance zwischen Kunden aus der Mode- oder aus der Musikwelt variiert. Ihnen macht beides Spaß, eines steht trotzdem fest: „Mit Fashion-Brands ist es leichter zu planen.“ Die liebste Zusammenarbeit der vier war übrigens mit der Sportbekleidungsmarke Umbro. Für das Projekt mussten sie 3D-Techniken, Mathematik und Handwerkskunst vereinen und mit lokalen Bauern zusammenarbeiten, um ein 120 Meter langes Kornfeld in ein Kunstwerk zu verwandeln. Das war zwar sehr aufwendig, hat aber online auch viel Aufsehen erregt. Selbst Interior können die vier Jungs, seit zwei Jahren präsentieren sie ihre Entwürfe auf der Salone del Mobile in Mailand. Die von ihnen designten Möbel nennen sie aber lieber Functional Art Pieces, denn „der erste Entwurf war eher als Skulptur gedacht“. Ob es noch weitere Möbel geben wird? „Wir limitieren uns nicht. Wenn sich eine Gelegenheit bietet, ergreifen wir sie.“

