Auf den letzten Drücker
Modeausstellungen, die man nicht verpassen sollte
February 18, 2016

Mode gibt es zur Zeit nicht nur auf den Laufstegen in New York zu sehen, auch Museen und Galerien widmen sich dem Thema: Wir haben für alle Mode- und Museumsliebhaber einen Last Chance Guide nationaler und internationaler Modeausstellungen zusammengestellt, die nur noch wenige Wochen laufen. Wer diese also unbedingt noch besuchen möchte, sollte sich beeilen. Es lohnt sich!
Ausstellungen in Deutschland

Boutique Dima and Galia © Juliana Harkki & Rauha Mäkilä
BOUTIQUE. Where Art Meets Fashion
Nordische Botschaften, Berlin, bis 23.03.2016
Hintergrund der Ausstellung Boutique ist die Symbiose von Kunst und Mode, deren Grenze immer mehr verschwimmt. 16 finnische Künstler und Modedesigner haben sich für das Projekt paarweise zusammengeschlossen und gemeinsam jeweils eine Arbeit kreiert.

©Christian Tagliavini, Voyages Extraordinaires la Sélénaute, 2014
Christian Tagliavini »Voyages Extraordinaires«
Camerawork, Berlin, bis 27.02.2016
Eine Hommage an Jules Verne: Fasziniert von seinen literarischen Werken erschuf Christian Tagliavini die Foto-Serie Voyages Extraordinaires, deren Produktion über 24 Monate dauerte. Entstanden sind 28 faszinierende Werke, die durch die aufwendige Arbeit an den Requisiten an richtige Gemälde erinnern. Hauptfiguren der Serie sind fiktive Passagiere aus drei von Jules Vernes bekanntesten Romanen, so zum Beispiel die oben porträtierte La Sélénaute. Die Serie wird erstmals weltweit gezeigt.

Museum für Angewandte Kunst Köln, MAKK, Mode A-Z,
LOOK! Modedesigner von A bis Z
Museum für angewandte Kunst, Köln, bis 28.02.2016
Spitze, diese Pumps! Das Museum für angewandte Kunst in Köln zeigt Kreationen der wichtigsten Designer ab den 60er Jahren bis heute, wie zum Beispiel die oben gezeigten Schuhe der Jimmy Choo-Kreativdirektorin Sandra Choi für Jimmy Choo. Für Modekenner und Amateure absolut sehenswert.

Highly Flammable II, 1997© Rankin Photography Ltd
Rankin-Less is More
Kunsthalle Rostock, Rostock, bis 28.02.2016
1997 entstand dieses Bild des britischen Modefotografen Rankin. In der Ausstellung Rankin. Less is More findet der Mitbegründer des Dazed&Confused Magazins zurück zu seinen Wurzeln und zeigt Modefotografien in Verbindung mit Konzeptkunst.

Nicolas Juvenel, Bildnis des Balthasar IV. Baumgartner, 1589, Öl auf Leinwand
In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock
Germanisches National Museum, Nürnberg, bis 06.03.2016
Früh übt sich: Um 1589 trägt der kleine Balthasar IV ein grünes Wams. Dieses sollte dem Träger Macht und Würde verleihen. Zu sehen in der Ausstellung In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock.
Internationale Ausstellungen

Greffuhe Galliera © Pierre Antoine
La Mode retrouvée, Palais Galliera
Paris, bis 20.03.2016
Sie lebte während der Belle Époque und in den tosenden Zwanzigern, war für ihrer Schönheit und Eleganz berühmt und heiratete den wohlhabenden Graf Henry Greffulhe: Élisabeth, Gräfin Greffulhe. Die Ausstellung La Mode Retrouvée öffnet erstmals den Kleiderschrank der einflussreichen und modebewussten Gräfin. Unter anderem sind Kreationen von Designern wie Lanvin, Nina Ricci oder Charles Frederick Worth dabei. Allein aus modehistorischer Perspektive ein absoluter Muss.

Karl Lagerfeld, Self-portrait, New York, 2011 Inkjet on Fabriano, 50x70cm, © Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld, A Visual Journey
Pinacothèque de Paris, Paris, bis 20.03.2016
Seine Fotografien sind mittlerweile so legendär wie seine Mode: Die Werke Karl Lagerfelds sogenannter visueller Reisen sollen dem Betrachter seine persönliche Definition und sein eigenes Fotografie-Verständnis näher bringen. Die Motive und Genres sind auffällig vielseitig – von Mode über Architektur bis hin zu Landschaftsaufnahmen. Nur Selbstporträts, wie das oben gezeigte, sind selten zu sehen.

Turban ornament, © The Al Thani Collection; Bejewelled Treasures Installation View c Victoria and Albert Museum London
Bejewelled: Treasures of the Al-Thani Collection
Victoria and Albert Museum, London, bis 28.03.2016
Das Victoria and Albert Museum zeigt ausgewählte Schmuckstücke aus der Al-Thani Collection, wie das auf dem Bild gezeigte Turban Ornament. Die Geschmeide, die der Herrscherfamilie Al-Thani des Staates Katar gehören, reichen bis in das 17. Jahrhundert. Eine Ausstellung zum Bestaunen und Schwärmen.
Recherche: Katharina Regenthal
Text: Kelly Niesen


