A50: Markus Kurz

„Den Mode-Standort Deutschland stellen wir ja leider selbst in Frage“

A50 ist die Liste der wichtigsten Deutschen in der Mode. Marcus Kurz ist unsere Nummer 46 auf der aktuellen Liste.

Die Bottega-Veneta-Schau in der Halle am Berghain war eines der wenigen Mode-Highlights 2021. Und wer wurde von den picky people um Designer Daniel Lee ausgewählt, die Sause zu produzieren? Marcus Kurz. Er und seine Firma Nowadays stehen auch hinter der Berliner Modewoche. Dass die nicht so richtig läuft? Nicht seine Schuld.

Schnappschuss von Marcus Kurz am Wannsee.

1. Wo fühlen Sie sich Zuhause?
Berlin, Wannsee + eigener Garten.

2. Mögen Sie ihren Namen?
Nicht besonders.

3. Ihr bestes Arbeitsoutfit?
Low Nike Air Force in weiß, schwarzes oder weißes T-Shirt, schwarze Jeans und dunkelblaues Sakko.

4. Sind Sie pünktlich?
Gerne auch mal nicht.

5. Ihr letzter Urlaub?
Uckermark Sommer 2021.

6. Wovor fürchten Sie sich?
Vor großer Langeweile.

7. Was möchten Sie noch erreichen? Wovon träumen Sie?
Wir werden mit Art-Visit.com die größte Bibliothek für virtuelle Kunstbesuche anbieten. Das ist großer Lehr- und Dokumentationsauftrag.

8. Haben Sie studiert? Wenn ja was?
Nein.

9. Ihr erster Job?
In den Sommerferien auf dem Bau & Kellnern.

10. Schlimmster Job den Sie je hatten?

Fotoproduktion bei -13° Outdoor mit 50 Pax Team.

11. Was mögen Sie an Ihrem Job?
Mit jedem Projekt alles neu von null auf die Beine stellen und die ständigen neuen Herausforderungen.

Marcus Kurz übernahm die Produktion und Konzeption unserer Wahnsinn Wannsee Ausgabe: Achtung Nr. 41.

12. Größte Stärke?
Empathie und Improvisation.

13. Größte Schwäche?
Zuweilen inkonsequent.

14. Ohne welche App können Sie nicht mehr leben?
We-Share und FreeNow.

15. Welches Bild ziert ihren Bildschirmschoner?
Quallen im Schwarzlicht aus dem Aquarium Berlin.

16. Wertvollster Besitz?
Meine Plattensammlung.

17. Was liegt neben Ihrem Bett?
Der Hund.

18. Wann haben Sie das letzte Mal geweint?
2015.

19. Und zu Tränen gelacht?
Letzten Monat.

20. Das meist überschätzte Produkt?
Tesla.

21. Persönliche guilty pleasures?
Joggen im Grunewald.

22. Welche Serie zuletzt geguckt?

Auf Netflix: Stinkreich – Jeffrey Epstein.

23. Welches Auto fahren Sie?
BMW I3.

24. Was wollten Sie (als Kind) eigentlich werden?
Schreiner.

25. In welcher Dekade wären Sie stilistisch am besten aufgehoben?
90er.

26. Ihre Meinung: Deutschland und die Mode?
Ich würde mir den internationalen Durchbruch für eine*n junge*n Designer*in wünschen. Den Mode-Standort Deutschland stellen wir ja leider selbst in Frage.

27. Ein Satz, der Sie geprägt hat?
Lebe lieber ungewöhnlich.

28. Ihr bisheriges Karriere-Highlight?
Die Produktionen für Fotoshootings mit Mario Testino, Karl Lagerfeld und Peter Lindbergh. Und natürlich die Hugo Boss Fashion Show durch das Brandenburger Tor mit After-Show-Party in der russischen Botschaft mit 2500 Gästen.

Hugo Boss After-Show-Party in der russischen Botschaft.

Hugo Boss Show im Botanischen Garten in Berlin.

29. Karriere-Low?
Ich würde es eher ambitionierte Zeit nennen – Wirtschaftskrise 2008.

30. Wie viele Leute arbeiten für Sie?
25 Mitarbeiter*innen inklusive freie Mitarbeitende.

31. Wie groß ist ihr Büro?
Einen eigenen Büroraum habe ich mit dem letzten Umzug an den Ku’damm abgeschafft. Wir arbeiten auf 250qm Altbau im Büro und 100qm Studiofläche in Schöneberg.

32. Pflanzen im Büro?
Keine.

33. Was schätzen Sie an sich selbst?
Zuverlässigkeit.

34. Ihr letzter (wertvoller) Gedanke?

35. Ihr liebstes deutsches Wort?
Wunderbar.

36. Tanzen Sie?
Eher Nein.

37. Ihr Duft?
„Granville“ von Dior.

Räumlichkeiten der Firma Nowadays am Ku’damm.

38. Ihre erste Schallplatte?
„BRAVO“ – Breakdance Sensation.

39. Was halten Sie von der großen Liebe?
Nichts.

40. Ihr Lieblingsfrauenname?
Karla.

41. Ihr Lieblingsmännername?
Amseln.

42. Der Held ihrer Kindheit?
Jean-Marie Pfaff. Torhüter Bayern.

43. Die Namen ihrer Eltern?
Birgid und Herbert.

44. Was haben diese beruflich gemacht?
Laborantin und Bauingenieur.

45. Ihr Geburtsort?
Lippstadt.

46. Wo wohnen Sie jetzt und warum?
Seit 1995 in Berlin, weil es die einzige kosmopolitische Stadt in Deutschland ist.

47. Auf was sind Sie besonders stolz?
Die Mitgründung des Berliner Salons gemeinsam mit Christiane Arp und Mitgründung des Fashion Councils um grundsätzlich die Wahrnehmung von Mode in Deutschland zu stärken.

48. Was ist Ihnen peinlich?
Fällt mir gerade nichts ein.

49. Haben Sie Familie?
Ja.

50. Was wollen Sie unbedingt noch lernen?
Segeln, Flugschein und Französisch.

Yohji Yamamotos Cutting Age Show in Berlin, produziert von Marcus Kurz.

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