Wenn Mobilität Vorfahrt hat

Der RIMOWA Design Prize zieht weiter durch Berlin

RIMOWA Design Prize 2025

This year’s edition was held at Gropius Bau

Wer kann sich noch an den Designmai erinnern? So gut wie niemand, vielleicht ein kleines bisschen, aber man muss konstatieren, dass es Design in Berlin eher schwer hat und es eigentlich immer um Theater, Film, Kunst, Musik und Clubs und manchmal auch Mode geht. Während das Gallery Weekend mittlerweile fest etabliert ist auf dem internationalen Kunstkalender am letzten Wochenende im April und auch immer mehr Design Highlights bietet, wie die Präsentation von Thonet Freischwinger Stühlen von Jil Sander reinterpretiert bei Andreas Murkudis eindrucksvoll beweist, schickt sich der Mai nun wieder an etwas für deutsches Design zu tun. Angeführt wird diese Bewegung von der Premium Koffermarke Rimowa, die durch ihr geriffeltes Aluminiumdesign selbst zur deutschen Designikone wurde und nun zum dritten Mal im fünften Monat des Jahres den RIMOWA Design Prize abhielt mit einer hochkarätigen Jury wie Balenciaga Set Designer Niklas Bildstein Zaar oder Mykita Gründer Moritz Krüger. Begonnen hat der RIMOWA Design Prize 2023 im Architekturjuwel Neue Nationalgalerie, war letztes Jahr auf der Museumsinsel in der James-Simon-Galerie und ist dieses Jahr im Gropius Bau gelandet, dem nach seinem Architekten Martin Gropius benannten Museumsbau, der zum besten gehört, was Deutschland zu bieten hat. Allesamt beeindruckende Orte, um einen Preis an Designstudierende zu verleihen. Doch genau das braucht es eben in Deutschland. Also fand die relativ neue Berlin Design Week ihren inoffiziellen Startschuss Dienstagabend mit dem RIMOWA Design Prize 2025 und stellte sieben Projekte aus unterschiedlichen Sparten des Designs vor.

Hosted by Valerie Präkelt

RIMOWA Design Prize 2025 finalists

Nach der Anmoderation von Valerie Präkelt und mit Reden von Gropius Bau Direktorin Jenny Schlenzka und Rimowa CEO Hugues Bonnet-Masimbert ging der mit 20.000€ dotierte erste Preis an Elisabeth Lorenz und Marc Hackländer von der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd für ihr Projekt hottie. Ganz ausgeklügeltes Ding, dieses hottie: Ein diskret-tragbares Gerät für Menschen mit Perioden, welches sich anhand elektrischer Nervenstimulation selbst wärmereguliert und so entlastend wirken kann und ganz im Zeichen des diesjährigen RIMOWA Design Prize in der Mobilität unterstützen kann. Tolle Sache! Tatsächlich aber jedes der sieben vorgestellten Projekte. Ein Armband, das das Leben von Demenz-Erkrankten erleichtern kann, eine Neuinterpretation der Krücke oder ein device zum Anstecken wie eine Brosche, das konstant die Luftqualität misst: die cAir Pin. Das Projekt begleitet von Juror Moritz Krüger, mit dem wir vorab über seine Jury Arbeit, seine Firma Mykita und was sie im deutschen Designuniversum noch weiter vorhat gesprochen haben. Der Beitrag folgt am Wochenende.

RIMOWA Design Prize 2025 winners: Elisabeth Lorenz and Marc Hackländer

Winning project: hottie