
„O brother, where art thou?“, fragten wir uns zwischenzeitlich schon bei Alpha Dia. Wie sich herausstellt, hängt er mittlerweile bei Edward Enninfuls Geburtstag ab, posiert für Naomis Guest-Editor-Stint bei Madame Figaro. Immer noch unser liebster Hamburger Jung.

Alpha am Cover der Achtung No. 38.
1. Wo fühlen Sie sich Zuhause?
Senegal und Hamburg zugleich. Senegal ist voller Vertrauten, aber in Hamburg fühle ich mich wohl.
2. Mögen Sie ihren Namen?
Ja! Auf jeden Fall. Ich bin stolz auf meinen Namen. Ich fühle mich leider auch gezwungen zu rechtfertigen, dass Alpha mein echter Name ist.
3. Ihr bestes Arbeitsoutfit?
Mit einer Badehose am Strand.
4. Sind Sie pünktlich?
Ja, für die Arbeit immer. Privat sehe ich ungern auf die Zeit.
5. Ihr letzter Urlaub?
Senegal im November 2021.
6. Wovor fürchten Sie sich?
Profiling und Verurteilung.
7. Was möchten Sie noch erreichen? Wovon träumen Sie?
Ich möchte, dass es meiner Familie gut geht. Mein Traum ist es mit meiner Stiftung, der „Alpha Dia Fondation“ vollzeitbeschäftigt zu werden.
8. Haben Sie studiert? Wenn ja was?
Das Studium des Lebens. Ich werde bald 30 – meine Reise ist wie ein Buch, welches man nicht studieren kann.
9. Ihr erster Job?
Ich habe beim Apotheken Lieferdienst mein erstes Geld verdient.
10. Schlimmster Job den Sie je hatten?
Mit meinem Vater in den Schulferien auf dem Bau. Sehr bemerkenswert wenn man solch harte Arbeit leisten kann. Für mich war das nichts.
11. Was mögen Sie an Ihrem Job?
Die Abwechslung! Egal wie schlimm ein Job ist, er dauert nie länger als eine Woche.
12. Größte Stärke?
Meine Familie.
13. Größte Schwäche?
Meine Emotionen. Ich lasse viel ans Herz.
14. Ohne welche App können Sie nicht mehr leben?
Facebook immernoch. Ich glaube der Algorithmus kennt mich am Besten, da ich damit aufgewachsen bin. Er zeigt mir einfach immer das, was ich sehen möchte.

Alphas Urlaubsfotos

15. Welches Bild ziert ihren Bildschirmschoner?
Meine kleine Nichte Rokhya. Sie guckt auch immer, ob sie noch da ist.
16. Wertvollster Besitz?
Meine Familie.
17. Was liegt neben Ihrem Bett?
Der PlayStation Controller.
18. Wann haben Sie das letzte Mal geweint?
Boah! Letzte Woche. Ich weine oft, wenn ich mich nicht verstanden fühle. Ich bin ein emotionaler Mensch.
19. Und zu Tränen gelacht?
Am gleichen Tag. Das war befreiend: Die Situation zu nutzen, die mich zum Weinen gebracht hat und dann zum Lachen.
20. Das meist überschätzte Produkt?
Das Handy!
21. Persönliche guilty pleasures?
Mango ist eine Sucht von mir! Must-have Lebensmittel.

Alpha in der Prada Nonconformist Kampagne
22. Welche Serie zuletzt geguckt?
„Better Call Saul“.
23. Welches Auto fahren Sie?
Ich arbeite derzeit an meinem Führerschein. Da ich sehr viel fliege möchte ich aber auf meinen ökologischen Fußabdruck achten. Die Lösung: Ein E-Auto!
24. Was wollten Sie (als Kind) eigentlich werden?
Ich wollte Fußballer werden und nebenbei die Welt retten.
25. In welcher Dekade wären Sie stilistisch am besten aufgehoben?
60er oder 70er. Der Stil der Afroamerikaner*innen war revolutionär – Bekleiden mit einer Message!
26. Ihre Meinung: Deutschland und die Mode?
Hohe Kaufkraft, wenig Geschmack.
27. Ein Satz, der Sie geprägt hat?
Egal, wir sind eine Familie.
28. Ihr bisheriges Karriere-Highlight?
Ein Set zu teilen mit meiner Oma im Senegal. Ich konnte ihr damit einen Einblick in die Modewelt geben.

Alpha mit seiner Oma für Achtung No. 38.
29. Karriere-Low?
Momente in denen man als Model verstehen muss, dass man manchmal nur ein Produkt ist.
30. Wie viele Leute arbeiten für Sie?
Schwierig zu sagen, ich gebe gerne den Menschen das Gefühl, dass ich für sie arbeite.
31. Wie groß ist ihr Büro?
140x200cm, mein Bett. Die wichtigsten Nachrichten werden im Bett beantwortet!
32. Pflanzen im Büro?
Kein Büro.
33. Was schätzen Sie an sich selbst?
Ich bin bereit mehr für dich zu tun als du für mich.
34. Ihr letzter (wertvoller) Gedanke?
Ich muss noch die Reiseanmeldung für meine nächste Reise ausfüllen.
35. Ihr liebstes deutsches Wort?
Entschuldigung. Viel zu kompliziert für die Bedeutung.
36. Tanzen Sie?
Ja! Deutsche finden, ich tanze gut. Afrikaner*innen eher nicht. Bedeutet also, ich kann nicht tanzen, haha!
37. Ihr Duft?
Something woody! Am Liebsten von Tom Ford.
38. Ihre erste Schallplatte?
Mein Vater hatte eine Diskothek in Bonn. Daher lagen immer Reggae Schallplatten bei uns rum. Ich musste nie eine eigene kaufen.

Foto aus der Diskothek von Alphas Vater.
39. Was halten Sie von der großen Liebe?
Ganz wichtig! Das ist die Basis einer Familie.
40. Ihr Lieblingsfrauenname?
Fatou.
41. Ihr Lieblingsmännername?
Ibra.
42. Der Held ihrer Kindheit?
Nelson Mandela! Sein Bild im Gefängnis hing in jedem Klassenzimmer im Senegal.
43. Die Namen ihrer Eltern?
Elhadj und Mareme.
44. Was haben diese beruflich gemacht?
Mein Vater war Lastwagen Fahrer, jetzt ist er Vollzeit-Opa in Hamburg. Meine Mama ist Hausfrau im Senegal.
45. Ihr Geburtsort?
Diocoul, Senegal.
46. Wo wohnen Sie jetzt und warum?
Ich wohne gerade in Hamburg, da ich meiner Familie so nah sein kann.

Alpha Dia fotografiert in Hamburg von Julia von der Heide für das FAZ Magazin.
47. Auf was sind Sie besonders stolz?
Das Erreichte. Ich kann stolz auf mich sein.
48. Was ist Ihnen peinlich?
Mich selbst auf Bild zu sehen oder in Ton zu hören.
49. Haben Sie Familie?
Jaaaaaa! Aber noch keine Ehefrau oder Kinder.
50. Was wollen Sie unbedingt noch lernen?
Meine Energie besser zu kontrollieren und diese nur an Menschen zu verteilen, die sie verdienen.
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