
Als gedrucktes Magazin verehren wir alles und jede*n, der auch in Zeiten der digitalen Medien einen ordentlichen Satzspiegel zu setzen vermag. Grund genug, während des Ausbaus unserer eigenen digitalen Achtung-Präsenz einmal den Blick auf die Magazine zu werfen, welche die große Ära des Prints mitgeprägt haben.
Gemeinsam mit Condé Nast gründete Kreativdirektorin und Stylistin Katie Grand 2009 das LOVE Magazin, welches 2020 nach 11 Jahren eingestellt wurde. Unter dem Subtitle FASHION & FAME erschien biannual ein extraordinäres Magazin, das als Inspirationsquelle für Kreativität, Ästhetik, Mode und Design stand. Visuell und inhaltlich verstanden Grand und ihr Team es par excellence gesellschaftliche sowie politisch relevante Themen in Fotografie zu übersetzen. Im Fokus stand dabei immer auch Nacktheit – kontrovers und mit einer diversen Interpretation von Perfektion.

Von Simone Janssen ausgewählte Seiten.
Für das Cover der dritten Ausgabe fotografierten Mert Alas und Marcus Piggott unter dem Titel FASHION ICONS acht Models der Kategorie „perfect and most beautiful in the world“ nackt und in der exakt gleichen Pose. In dieser Serie wird deutlich, dass Perfektion nicht zeitlos oder transzendent ist und immer auch zwei Seiten hat – die der Körperinhaberin und die der Betrachter:innen. Daria Werbowy beantwortet ihren Questionnaire beispielsweise so:
Does she love her body – Yes! It’s a love / hate thing.












