Zu Gast bei Prada

Für Prada Invites ließ das Haus drei Architektinnen Hand an sein ikonisches Nylonmaterial legen. Das Ergebnis? Ein Perspektivwechsel.

Konstruktionen von Kleidung und Gebäuden sind zwar zwei grundlegend unterschiedliche Dinge, lädt jedoch Miuccia Prada höchstpersönlich zu einem Schlagabtausch, schaut wohl jeder gerne über den eigenen gestalterischen Tellerrand. 

Schon im vergangenen Jahr launchte Prada erstmals unter dem Titel Prada Invites eine Serie exklusiver Kooperationen mit internationalen (Nicht-Mode-)Designern. Ein interdisziplinärer Austausch, eine kreative Konversation. Heraus kam dabei unter anderem ein vor dem Bauch zu tragender Rucksack, gestaltet von Architekturgröße und Miuccias gutem Freund Rem Koolhaas. 

Auch für die diesjährige Frühjahr-Sommer-Kollektion holte sich das Haus drei branchenfremde Kreativköpfe an Board: Cini Boeri, eine inzwischen 94-jährige Mailänderin, Elizabeth Diller, eine in Polen gebürtige Wahl-New-Yorkerin, die es im vergangenen Jahr sogar auf die vom Time Magazine gewählte Liste der 100 einflussreichsten Leute schaffte und die Japanerin Kazuyo Sejima. Ihre Gemeinsamkeit? Allesamt Frauen, allesamt preisgekrönte Architektinnen.  

Design von Frauen für Frauen – unter diesem Motto kreierten sie für das Haus Prada nun ihre ganz individuellen Accessoires. Die einzige Vorgabe: das Material. Das ikonische Prada-Nylon in Schwarz. Ein wahrer Klassiker, der dank dieser drei Architektinnen noch einmal ganz neue Formen annimmt – vom multifunktionalen, tragbaren Kleidersack bis hin zur Curved Bag, einer langen mehrgliedrigen Tasche, die wie ein Schal um die Schultern gelegt getragen werden kann.