Sommer in Berlin

Eingefangen in spontanen Momenten von Stephanie Pfaender

Dem Berliner Sommer unterstellen wir gern eine gewisse Launenhaftigkeit. Mal gibt er sich heiter, sonnig und heiß; dann scheint er betrübt, stürmisch oder kühl. Bei jeder den Himmel verdunkelnden Wolke zuckt der Hauptstädter zusammen in der ängstlichen Unruhe, sie zöge nie weiter. Jedem noch so kleinen Sonnenstrahlen wird hinterher gerannt, als wäre es der letzte der Saison. Catch me, if you can, scheint der Sommer dann zu zetern, als sei er sich seines Temperaments durchaus bewusst.

Den Hauptstadt-Sommer hat die Berliner Fotografin Stephanie Pfaender in diesem Jahr erfolgreich für uns eingefangen – und zwar ins seiner gesamten Launenhaftigkeit. Bewölkte Himmel und Vögel, die sich frühzeitig aus dem Staub machen; windige Tage, die man lieber in geschlossenen Räumen verbringt. Sonnige Stunden am See, flüchtige Momente mit Freunden, Licht und Schatten bei Tag und bei Nacht. Den entscheidenden Moment einzufangen: In allen von Pfaenders Bildern, die unter anderem in Magazinen wie dem Tattler UK, Interview Germany oder dem ZeitMagazin erscheinen, findet sich so eine persönliche Schnappschuss-Ästhetik, die immer auch von der Art und Weise erzählt, wie sie sich ihrer Arbeit als Fotografin nähert.