So sehen serbische Schönheiten aus

Für Achtung Digital fotografierte Dunja Antic spannende Gesichter aus ihrer Heimat Serbien

Erst kürzlich war Dunja Antic während der Berliner Modewoche für Achtung Digital unterwegs, jetzt zog es die Mode- und Kunstfotografin für uns in das Land ihrer Herkunft, Serbien. In Novi Sad und Belgrad organisierte Antic, die eigentlich zwischen Mailand, Paris und Serbien aufwuchs, ein Go-See, für das sie spannende Gesichter auf der Straße und im Studio vor die Linse holte – herausgekommen ist die Porträtserie Faces of Serbia.

Antic, die aus einer Künstlerfamilie stammt, zweifelte lange an dem unsteten Lebensstil, den ein Künstlerleben eben so mit sich bringt. Auf der Suche nach ein wenig Bodenständigkeit wandte sie sich der Kunst zunächst ab – und zog 2003 ironischerweise in die Stadt, in der viele junge Künstler Raum zum Leben und Arbeiten finden: Berlin. Zunächst folgte ein Studium in Archäologie und Geschichte, mit der  Magisterarbeit, in der sie sich der Fotografie verschrieb, kam dann der Rückfall „Es hat nicht lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich in die Kunst gehöre”, so Antic.

Bereits in ihrer Kindheit schuf sie Bilder von Menschen. Egal ob mit Hilfe von Zeichnungen, Malerei oder in Bewegbild, ihr sagten alle Ausdrucksformen zu. Mit 15 bekam Antic ihre erste Minolta Kamera. Heute schafft Fotografie für sie einen Rahmen, in der sie Realität und Fantasie auslebt: „Ich kann sie beliebig vermischen, idealisieren und einen für mich besonderen Moment ins Leben rufen.“

Das zeigt auch die Porträtserie Faces of Serbia, die ein kunstvolles Abbild der Modebranche und der Jugend in Serbiens Hauptstadt Belgrad geworden ist. In ihren filigran ausgeleuchteten Aufnahmen in Schwarz-Weiss steckt auch ein Hauch Melancholie. Der Betrachter kommt den Gezeigten ganz nah, sucht ihre Blicke, kann die Intimität, die im Moment der Aufnahme zwischen Antic und den Modellen geherrscht haben muss, praktisch spüren. Antics Fotografien mag die Farbe fehlen – aber keinesfalls die Seele.