Neunzehn

Covid-19 hat alles verändert. Was tun, wenn man 19 ist und feiern gehen will? Ausgehen geht nicht, Bier mit Freunden geht nur noch virtuell. Was bleibt, ist Zimmer Raving. In seiner Reihe „19“ hat unser Cheffotograf Gregor Hohenberg die Ekstase nach Hause geholt.

 

Lange Schlangen und Enge vor den Clubs. Schwitzende Körper und Enge in den Clubs. Wofür vor Wochen noch Zehntausende aus allen Ecken der Welt nach Berlin pilgerten, ist seit der Corona-Krise undenkbar. Die ARD zeigt täglich neue Landkarten zum aktuellen Stand über die Ausbreitung des Virus und die Klubszene muss bangen. Was für viele für Freiheit und Ekstase steht, bedeutet für andere noch weitaus mehr: ihre Existenz.

Über 9.000 Beschäftigte zählte die Berliner Klubszene 2018. Ein ganzer Wirtschaftszweig liegt jetzt still, der 2018 in Berlin noch über 1,48 Mrd. Euro durch Clubtouristen einnahm. Und die Clubs werden voraussichtlich die Letzen sein, die ihre Türen wieder öffnen können. Um dennoch weiter sichtbar zu bleiben übertragen viele DJs ihre Sets über unitedwestream.berlin. Die DJs sind da, Sound und Lichteffekte stimmen, nur die Menge fehlt – die Künstler übertragen aus menschenleeren Clubs. Das Unglück erklingt in Form von elektronischen Flatter-Beats, orchestralen Stimmungen, Hooks mit wumm, die Mauern zum Einstürzen bringen könnten. Der Tenor ist: Wir sind da. Unser Cheffotograf Gregor Hohenberg ist sich sicher: „Kultur ist Freiheit.“

FOTOGRAFIE: Gregor Hohenberg

MODEL: Jan Luca/Mega Model Agency

STYLING: Ourania Marmara

FOTOASSISTENZ: Falko Saalfeld und Takashi Nakagawa

GROOMING: Aennikin

Fotografiert im Mai 2020 in Berlin.

Landkarten Quelle: ARD und Robert Koch Institut