Markus Ebners Modelisten

Die zehn besten Modefotografen Deutschlands

Um als Modefotograf Karriere zu machen, geht man am besten ins Ausland. Außer F. C. Gundlach in den Nachkriegsjahren hat es niemand wirklich geschafft, sich allein durch seine Arbeit in Deutschland einen Namen zu machen: Peter Lindbergh wurde in Paris groß, Juergen Teller arbeitet von London aus, und Ellen von Unwerth pendelte während ihrer erfolgreichsten Zeiten bei der amerikanischen Vogue immer zwischen Paris und New York. Das liegt wohl auch daran, dass es außer Jil Sander und Wolfgang Joop nicht viele Modedesigner gab, die auch international auf sich aufmerksam gemacht haben.

Wir Deutsche sind es gewohnt, die Mode bei den anderen zu sehen, was die Etablierung einer deutschen Modefotografie auf internationaler Ebene bisher behindert hat. Dennoch gibt es eine Modefotografengeneration der 20- bis 50-Jährigen, deren Bildsprache von deutscher Kultur geprägt ist und die regelmäßig in Deutschland publizieren – zum Beispiel in unserem Magazin Achtung – Zeitschrift für Mode, in dem fast ausschließlich mit deutschsprachigen Fotografen zusammengearbeitet wird.

Viele junge Fotografen sind nach Lehrjahren im Ausland in ihre Heimat zurückgekehrt, in die inoffizielle Modehauptstadt Berlin – um hier zu arbeiten oder sich zumindest regelmäßig dort aufzuhalten. Sie kennen internationale Standards und wollen die deutsche Modefotografie weiterdenken. Von Katja Rahlwes, Ralph Mecke und Peter Langer über Daniel Sannwald, Horst Diekgerdes und Helmut Fricke: Für das Goethe-Institut hat unser Chefredakteur Markus Ebner vor kurzem die seiner Meinung nach zehn besten deutschen Modefotografen vorgestellt. Seine Top 10 ist jetzt online auf www.goethe.de.