Leibgericht #33: Saskia Diez

Saskia Diez entwirft Schmuck, der so ist, wie man selbst gerne wäre. Schön, aber nicht modisch. Klug, aber nicht kompliziert. Für Achtung Mode hat die Münchner Designerin Nudeln mit Zwiebeln gekocht. Ein Gericht, das von jener intelligenten Simplizität zeugt, die auch Saskia Diez und ihre Schmuckstücke umgibt.

Saskia Diez’ Schmuck ist elegant, beseelt und pragmatisch. Und gerade deswegen bei denjenigen beliebt, die eigentlich gar keinen Schmuck tragen. Man könnte sagen, er tut seinen Dienst – auf eine ästhetische Weise. Vielleicht einer der Gründe, warum man Diez’ Ideen mittlerweile nicht mehr nur an Hand, Hals oder Ohr findet. Es gibt Parfüms, Sonnenbrillen, Nagellack, Schmuckschatullen, T-Shirts, Taschen und Haarspangen. Läuft also bei ihr.

„Ich habe eher Phasen, in denen ich bestimmte Gerichte gerne koche, weil ich sie gerade für mich entdeckt habe. So ist das gerade mit diesem Rezept, welches ich im ZEITmagazin gefunden habe. Toll ist, dass es aus so wenigen Zutaten besteht, die man eigentlich auch immer zu Hause hat – und dass es so überraschend schmeckt. Wenn man auf einem Menü oder im Kochbuch „Pasta mit Zwiebeln“ liest, hört sich das nicht sehr spannend an. Und auch nicht sehr familienfreundlich. Aber das Süße der lang gekochten Zwiebeln mit dem Salzigen der Sardellen ergibt geschmacklich eine wunderbare Überraschung. Und obwohl es so karg klingt und auch eher karg aussieht, schmeckt es sehr reich. Das gefällt mir. Und ich finde, es passt zu mir.”

Saskia Diez fotografiert von Sigrid Reinichs für Achtung Mode Nr. 37.

Nudeln mit Zwiebeln:

FÜR ZWEI PERSONEN:

– ein halbes Paket Pasta (Sorte Bigoli, die hab’ ich hier allerdings noch in keinem Laden gefunden, deshalb nehme ich dicke Spaghetti)

– 4 Zwiebeln

– ein halbes Glas Weißwein

– 6 Sardellenfilets

– ein halber Bund Petersilie (ich nehme aber lieber Koriander)

– Salz und gestoßener schwarzer Pfeffer

– Olivenöl

Zubereitung:

Man schneidet die Zwiebeln in Streifen und dünstet sie in Olivenöl, bis sie ziemlich zerfallen, was ungefähr eine halbe Stunde dauert. Dann löscht man sie mit dem Weißwein ab. Die zerkleinerten Sardellenfilets fügt man dazu und kocht alles fünf bis zehn Minuten weiter, bis auch diese zerfallen. Parallel die Nudeln aufsetzen. Drei Minuten vor Ende der Nudel-Kochzeit gibt man die Nudeln und zwei Schöpflöffel Nudelwasser zu den Zwiebeln und kocht das Ganze zusammen fertig, bis die Flüssigkeit aufgesogen und die Pasta al dente ist. 

Dann auf Teller verteilen, Pfeffer drüber und gehackten Koriander (oder Petersilie). Eigentlich ist das Ganze wegen der Sardellen salzig genug, aber man darf natürlich nach Geschmack nachsalzen. 

Erstmals erschienen in Achtung Mode Ausgabe 37, im April 2019.