Der CEO von Mytheresa: Michael Kliger.

A50 Persönlich: Michael Kliger, unsere Nummer 15 auf der A50 Liste

Als Neiman Marcus 2014 Mytheresa übernahm, dachte man sich: Das war’s! Aber: Im Gegenteil. Michael Kliger hat den Münchner e-tailer so nach vorne gebracht, dass er bald die halbe Umsatzmilliarde knackt. Um den ewigen Rivalen Stylebop ist’s derweil ein bissl stiller geworden

A50 Persönlich sind 50 gute Fragen an die Nominierten unserer A50 Liste der wichtigsten Deutschen in der Mode 2019.

1. Wo fühlen Sie sich Zuhause? 

Als Stadt München. Ansonsten wo immer ich Familie und Freunde habe. Ich habe aber auch eine starke Affinität zu Italien.

2. Mögen Sie ihren Namen?

Also es gibt Dinge, über die mache ich mir keine Gedanken.

3. Ihr bestes Arbeitsoutfit?

Sneaker, Chino und hellblaues Hemd. Immer wieder.

4. Sind Sie pünktlich?

Absolut.

5. Ihr letzter Urlaub?

Ich habe gerade ein paar Tage in Rom verbracht. Der letzte lange Urlaub waren 10 Tage über Silvester in Abu Dhabi.

6. Wovor fürchten Sie sich?

Nicht mehr so arbeiten zu können, wie ich gerne möchte. Ansonsten natürlich Krankheiten von Familienmitglieder, gegen die man nichts machen kann.

7. Was möchten Sie noch erreichen? Wovon träumen Sie?

Ich möchte noch sehr viel erreichen. Aber darüber soll man nicht sprechen, sonst klappt es vielleicht nicht.

8. Haben Sie studiert? Wenn ja was?

Ich habe Betriebswirtschaft bzw. Management in Berlin, Vancouver und Chicago studiert.

Das Cover von Mytheresas The Album Nr. 1 mit Gia Coppola.

9. Ihr erster Job?

Ich habe als Student im Sommer im Eiswerk von Langnese in Heppenheim gearbeitet. Falls jemand wissen will, wie Calippo oder Viennetta hergestellt werden, ich weiß es.

10. Schlimmster Job den Sie je hatten? 

Da hatte ich eigentlich immer Glück. Ich musste mal zwei Monate in einer Bankfiliale arbeiten, das war eher fad.

11. Was mögen Sie an Ihrem Job?

Dass ich nicht weiß, was es nächste Woche zu tun gibt. Vor allem aber die Menschen, mit denen ich zusammenkomme und arbeite.

12. Größte Stärke?

Ich bin optimistisch und hartnäckig.

13. Größte Schwäche?

Ich entscheide manchmal zu schnell.

14. Ohne welche App können Sie nicht mehr leben? 

Die Mytheresa App. Das muss ich natürlich sagen.

15. Welches Bild ziert ihren Bildschirmschoner?

Bilder von unserem letzten Shooting in Tokio.

16. Wertvollster Besitz?

Nichts Materielles, sondern alles Schöne und auch Unschöne, dass ich bisher erlebt und gelernt habe. Das ist der Schatz, bzw. Besitz aus dem man zehrt.

17. Was liegt neben Ihrem Bett?

Mein Smartphone.

Michael Kliger und der Coverstar von The Album Nr. 1 Gia Coppola.

18. Wann haben Sie das letzte Mal geweint?

Ich weine selten. Wenn dann bei Tierfilmen.

19. Und zu Tränen gelacht?

Meine kleine Tochter bringt mich zum Lachen, aber ohne Tränen.

20. Das meist überschätzte Produkt?

Das ist schwer. Man weiß ja nie, ob es nicht doch ein Hit wird. Ich persönlich finde Schrittzähler total sinnfrei.

21. Persönliche guilty pleasures?

Ich liebe Brot. Ich esse oft im Restaurant den Brotkorb leer, bevor das Essen da ist. Wenn es zu Hause frisches Krustenbrot gibt, dann muss ich gleich zwei Scheiben dick mit Butter essen.

22. Welche Serie zuletzt geguckt?

Ehrlich gesagt, ich schaue gar kein Fernsehen oder Serien.

23. Welches Auto fahren Sie?

Ich fahre gar kein Auto, seit fast 15 Jahren.

24. Was wollten Sie (als Kind) eigentlich werden?

Architekt.

25. In welcher Dekade wären Sie stilistisch am besten aufgehoben?

Ich würde gerne Hut tragen, da ich es angenehm finde, Kopfbedeckung zu haben. Mützen sind dabei eher unhübsch. Also in den 20er oder 30er Jahren war Hut zum Anzug normal und schick

26. Ihre Meinung: Deutschland und die Mode?

Wir brauchen da einfach mehr Selbstbewusstsein. Deutschland matters in der Mode!

Das Cover von Mytheresas The Album Nr. 2 mit Cécile Cassel.

27. Ein Satz, der Sie geprägt hat?

“90 percent is showing up.” Das heißt, man kann sein Glück nicht erzwingen. Aber wenn man es nicht dauernd versucht, kann man auch seinem Glück nicht begegnen.

28. Ihr bisheriges Karriere-Highlight?

Also CEO von Mytheresa ist ein absolutes Highlight.

29. Karriere-Low?

Nachdem ich versucht hatte mit einer Investment Boutique erfolgreich zu sein und die Lehman Krise mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, musste ich mich erstmal beruflich neu sortieren.

30. Wie viele Leute arbeiten für Sie?

Mytheresa hat fast 700 Mitarbeiter. Die arbeiten aber nicht für mich, sondern für unsere Kunden.

31. Wie groß ist ihr Büro?

Das Büro hat ca. 25m², aber ich teile mir das Büro mit meinem Geschaftsführerkollegen.

32. Pflanzen im Büro?

Nein, kein Benjamin Ficus oder sonstiges.

33. Was schätzen Sie an sich selbst?

Ich bin durch meine Mutter eher preußisch geprägt, das heißt Fleiß, Ausdauer und Verbindlichkeit sind mir schon wichtig.

34. Ihr letzter (wertvoller) Gedanke?

Da fällt mir kein besonders wertvoller ein. Mir schwirren oft Ideen und Themen im Kopf herum, bei denen ich dann erst später weiß, wofür sie gut sind.

35. Ihr liebstes deutsches Wort?

Etwas mit „Anspruch“ machen.

36. Tanzen Sie?

Selten und schlecht.

Das Cover von Mytheresas The Album Nr. 3 mit Jaime King.

37. Ihr Duft?

Acqua di Selva.

38. Ihre erste Schallplatte?

Das war eine Hörspielplatte von Karl May.

39. Was halten Sie von der großen Liebe?

Sehr viel!

40. Ihr Lieblingsfrauenname?

Sophie Charlotte.

41. Ihr Lieblingsmännername?

Ich habe gar keinen.

42. Der Held ihrer Kindheit?

Winnetou.

43. Die Namen ihrer Eltern?

Ursula und Jürgen.

44. Was machen diese beruflich? / Was haben diese beruflich gemacht?

Mein Vater war immer selbstständiger Unternehmer und hatte Restaurants bzw. Hotels betrieben. Meine Mutter war viele Jahre bei der Ufa Filmtheater AG in Berlin Managerin.

45. Ihr Geburtsort?

München.

Achtung Mode Gründer Markus Ebner, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich Nikolaus Meyer-Landrut und Mytheresqa CEO Micheal Kliger bei dem Launch-Event von Achtung Mode Nr. 33 in der Deutschen Botschaft in Paris.

46. Wo wohnen Sie jetzt und warum?

In München, aber ich bin eigentlich in Berlin aufgewachsen. Später habe ich auch länger in Wien gelebt und bin dann 2000 wieder nach München beruflich gekommen.

47. Auf was sind Sie besonders stolz? 

Ich bin schon stolz darauf, was ich bisher in meinem Leben beruflich so geschafft habe.

48. Was ist Ihnen peinlich?

Wenn mir partout der Name einer Person nicht einfällt, die mich freudig anspricht, da wir uns kennen. Mein Namengedächtnis ist manchmal erschütternd.

49. Haben Sie Familie?

Ich habe zwei große Söhne aus erster Ehe und lebe jetzt mit meiner Partnerin und unserer einjährigen Tochter zusammen.

50. Was wollen Sie unbedingt noch lernen?

Italienisch sprechen steht oben auf meiner Liste von Dingen, die ich gerne noch lernen möchte.