A20 Persönlich: Hien Le

Es gilt als Motor unserer Wirtschaft, als identitätsstiftend: das Handwerk. Für Hien Le ist es vor allem ein Schlüssel zu seiner Leidenschaft, der Mode. Bereits der Opa des Berliner Designers war Schneider. Seit seinem 12 Lebensjahr steht für Le fest: Ich werde Designer. Klar war auch, dass er den Zugang zur Branche über das Handwerk finden wird, so absolvierte Le zuerst eine Schneiderausbildung und studierte dann Modedesign an der HTW Berlin. Aber nicht nur Les Biographie und sein Lebenslauf sprechen für das Handwerk, auch seine schlichten und passgenauen Designs erzählen die Geschichte eines Handwerkskünstlers.

A20 sind 20 persönliche und mal mehr, mal weniger modische Fragen an Talente aus unserer Heimatstadt Berlin.  

1. Wo wohnst Du?

Hien Le: In Berlin Kreuzberg.

2. Seit wann bist Du in Berlin und woher kamst Du?

HL: Seitdem ich Eins bin, geboren in Laos.

3. Wo möchtest Du mal hin?

HL: Einmal um die ganze Welt.

4. Wie groß ist Deine Wohnung?

HL: Groß genug für einen Singlehaushalt.

5. Wie groß Dein Atelier/Dein Büro?

HL: Nach dem Umzug momentan groß genug zum arbeiten.

2011 gründete Hien Le sein gleichnamiges Label in Berlin. Fotografiert von Marie Déhé für die aktuelle Spring/Summer Kollektion 2020.

6. Wie groß ist Dein Team?

HL: Eher klein als groß.

7. Dein Lieblingsbezirk? Warum?

HL: Kreuzberg, weil das mein Zuhause ist.

8. Dein bester Berliner Geheimtipp?

HL: Dann wäre es ja kein Geheimtipp mehr…

9. Wonach riecht Berlin?

HL: Nach Großstadt mit einem Schuss Linde.

10. Was können die Berliner in Sachen Mode? 

HL: Über andere meckern was andere besser nicht können, sollten, dürfen…

Aus wirtschaftlichen Gründen zeigt Hien Le seit 2017 nicht mehr auf der Berliner Fashion Week.

11. Und was nicht?

HL: Einfach machen ohne meckern.

12. Welche Farbe hat Dein Kleiderschrank?

HL: Shades of white and grey.

13. Welche Screentime hat Dein Smartphone?

HL: Fünf Stunden und 44 Minuten.

14. Ein Trend dem Du nie folgen würdest?

HL: Einem Trend zu folgen.

15. Ein Trend, dem Du gerade folgst?

HL: Keinem Trend zu folgen.

Bereits der Opa von Hien Le war Schneider, seit seinem 12. Lebensjahr steht für Le fest: Ich werde Modedesigner.

16. Welche Musik hörst Du zum Arbeiten? 

HL: Zum Arbeiten gerade mehr Podcasts als Musik.

17. Was möchtest Du noch erreichen?

HL: Alles was ich bisher noch nicht erreicht habe.

18. Was entschleunigt Dich?

HL: Mein Zuhause.

19. Wenn Berlin ein Kleidungsstück wäre, dann…

HL: Wäre es ein Oversized-Tshirt mit Aufdruck.

20. Warum immer noch Berlin?

HL: Weil Berlin mein Zuhause ist und zum Teil auch meine Heimat.

Um sein Herzensprojekt zu realisieren, bekam Hien Le damals sogar eine Finanzspritze von seiner Familie.