A20 Berlin Persönlich: Das Designerduo Antonia Goy und Björn Kubeja

Ein Arbeitstitel ist ein vorläufiger Titel für ein aufkeimendes Projekt, wenn die Idee noch zu frisch ist, um sie beim Namen zu nennen. Über diesen Status ist das Label Working Title seit der Neugründung 2018 längst hinaus. Der Name ist ein Überbleibsel aus der Zeit des Umbruchs, als Antonia Goy und Björn Kubeja sich neu erfunden haben: neue Lieferanten, neue Produzenten und neue Materialien. Das Duo designt immer noch Mode in Berlin – aber jetzt nachhaltig, kunststofffrei und biologisch abbaubar.

A20 sind 20 persönliche und mal mehr, mal weniger modische Fragen an Talente aus unserer Heimatstadt Berlin. 

1. Wo wohnst Du?

Antonia Goy: In Mitte.

Bjoern Kubeja: In Mitte.

2. Seit wann bist Du in Berlin und woher kamst Du?

AG: Seit 1997. Ich kam quasi direkt aus Paris.

BK: Seit 2003 bin ich in Berlin und gekommen bin ich aus der schönsten Stadt in Norddeutschland.

3. Wo möchtest Du mal hin?

AG: Malediven – bevor es zu spät ist…

BK: Auf den Atlantik…

4. Wie groß ist Eure Wohnung?

AG & BK: Groß genug für zwei und mit Balkon.

5. Wie groß Euer Atelier/Euer Büro?

AG & BK: Groß genug für uns alle.

Die gesamte Kollektion kommt ganz ohne Polyester aus. Photo: Wiebke Bosse, Styling: Melissa Drier, Model: Steinunn

6. Was würdest Du machen, wenn es nicht Modedesign wäre?

AG: Freie Kunst.

BK: Architektur.

7. Hast Du Vorbilder?

AG: Martin Luther King, David Hockney, Phoebe Philo.

BK: Ja. Raf Simons, Kazuyo Sejima, Thom Yorke.

8. Dein Lieblingsbezirk? Warum?

AG & BK: Keinen bestimmten… Jeder Bezirk in Berlin ist anders!

9. Dein bester Berliner Geheimtipp?

AG & BK: Maselli in Kreuzberg. Vielleicht nicht geheim, aber ultra leckeres Essen und super für einen schönen Abend.

10. Wonach riecht Berlin?

AG: Berliner Luft.

BK: Von Kerosin bis Parfüm ist eigentlich alles dabei.

In Sachen Nachhaltigkeit setzt das Label auf Langlebigkeit und biologisch abbaubare Materialien, wie Seide, Wolle oder Baumwolle. Photo: Wiebke Bosse, Styling: Melissa Drier, Model: Steinunn

11. Wonach schmeckt Berlin?

AG: Senf.

BK: Von wahnsinnig gut bis total eklig.

12. Was können die Berliner in Sachen Mode? 

AG & BK: Ziemlich alles! Berlin ist sehr vielfältig…

13. Wo siehst Du die Berliner Modeszene in zehn Jahren?

AG & BK: Berlin könnte es mit Technologie, Nachhaltigkeit und Innovation in Design ganz weit bringen.

14. Welche Farbe hat Dein Kleiderschrank?

AG: Außen weiß, innen schwarz und ein paar Farbkleckse.

BK: Eher sehr dunkel.

15. Welche Screentime hat Dein Smartphone?

AG: Keine Ahnung. Was ist das? Wozu braucht man das?

BK: Das Feature habe ich extra ausgestellt.

Das Label wurde bereits auf dem Vogue Salon vorgestellt, ein Treffpunkt für vielversprechende Deutsche Modedesigner. Photo: Wiebke Bosse, Styling: Melissa Drier, Model: Steinunn

16. Ein Trend dem Du nie folgen würdest?

AG: Rechts.

BK: Geiz ist geil.

17. Ein Trend, dem Du gerade folgst?

AG: Beware.

BK: Buy less – buy better.

18. Was entschleunigt Dich?

AG: Mein Liebster, Freunde, Lachen, Sonne und das Meer.

BK: Freunde treffen, Segeln und/oder das Meer sehen…

19. Wenn Berlin ein Kleidungsstück wäre, dann…

AG: N’importe quoi – Irgendetwas.

BK: Eine beulige und ausgewaschene Jeans.

20. Warum immer noch Berlin’?

AG: Warum nicht? Ein Teil meiner Familie kommt von hier. Ich mag Berlin, es ist mein zweites Zuhause.

BK: Weil ich’s mag!