Es ist der Sommer ihres Lebens. Abhauen – das erleben, wovon jeder 14-Jährige träumt, wenn weder zu Hause noch die Schule zum Träumen sind. Maik (Tristan Göbel) und sein russischer Klassenkamerad Tschick (Anand Batbileg) ziehen es in Faith Akins Verfilmung des deutschen Besteller-Romans Tschick von Wolfgang Herrndorf einfach durch. Seit Mitte September kann man ihnen in deutschen Kinos dabei zusehen.

In einem geklauten Lada, die Chucks an den Füßen lässig auf dem Armaturenbrett positioniert, beginnt ihre Reise Richtung Walachei. Sie begeben sich dafür auf einen Roadtrip quer durch Ostdeutschland, brettern am helllichten Tage durch ein Maisfeld und lernen auf einer Müllhalde die obdachlose Isa (Mercedes Müller) kennen, die sich ihnen anschließt. Heranwachsende Ausreißer auf großer Entdeckungsreise. Das bietet genügend Stoff für einen Film, der zeigt, was Jugend ausmacht: Rebellion, Unbekümmertheit und eine große Portion Leichtsinn.

Converse hat sich jetzt genau das zu eigen gemacht. Seit 1908 feiert das Label Individualität und immer auch ein bisschen den inneren Aufstand. Ein Alter kennt es dabei nicht. Der klassische Schnürschuh aus Canvas wird seit Jahrzehnten von Jugendlichen auf den Skateboards dieser Welt spazieren gefahren, findet aber auch Anklang in der Musik- und Künstlerszene. Und in regelmäßigen Zyklen immer mal wieder in der Modewelt.

Für Converse hat Fotograf Stefan Dotter die drei Hauptdarsteller aus Tschick einen Tag in Berlin begleitet. Herrlich ungestellt, beinahe wie Filmstills, wirken die Aufnahmen, die dabei entstanden sind: Die Drei am See lachend im Kreis hockend oder in locker sitzenden Shirts halb in die Kamera linsend, halb abwesend ihr Eis schleckend. Der Sommer und die Unbekümmertheit sprechen dabei aus jedem Bild. Quer durch das Hansaviertel und am Neuen See im Tiergarten ging es für Göbel, Batbileg und Müller. Natürlich mit einem Paar Converse an den Füßen.

Text: Rebecca Koppitz