Ihre Modefotos und Alltagsaufnahmen machten Sibylle Bergemann zu einer der bedeutendsten Fotografinnen der DDR. Sie näherte sich behutsam der ostdeutschen Lebensrealität und inszenierte mit ihrer subjektiven Sicht und unverwechselbaren Handschrift die Prestigeobjekte und zentralen Orte der ostdeutschen Stadtplanung, darunter die Plattenbauten oder den Palast der Republik. Und stellte so dem offiziellen Bild einer regelkonformen DDR ein Stück Alltagswirklichkeit entgegen.

Fotografin Sibylle Bergemann: DDR im Bild

Seit 1967 arbeitete Bergemann freiberuflich und fotografierte zahlreiche Reportage-, Mode- und Porträtstrecken für renommierte Kunst-und Kulturmagazine wie das Kult-DDr-Modemagazin Sibylle, für deren Retrospektive Bergemanns Fotografien derzeit übrigens auch in Rostock ausgestellt sind. In Berlin wird ihren Aufnahmen gleich mit drei parallel laufenden Ausstellungen ein Denkmal gesetzt.

Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue in der Galerie Kicken Berlin ist Teil eines umfassenden Werküberblicks in Kooperation mit dem Nachlass Sibylle Bergemann und der Loock Galerie. In der Loock Galerie sind bis zum 29. Juli 2017 unter dem Titel Sibylle Bergemann. Frauen. Und in Farbe Farbaufnahmen der 1990er Jahre und Frauenporträts zu sehen. Parallel wird bis zum 30. Juli 2017 in den Reinbeckhallen Berlin die retrospektive Werkschau Sibylle Bergemann gezeigt.

Sibylle Bergemann: Eine retrospektive Werkschau
Reinbeckhallen, Reinbeckstraße 9, 12459 Berlin
Loock Galerie, Potsdamer Straße 63, 10785 Berlin

Sibylle Bergemann: Frauen. Und in Farbe.
Galerie Kicken Berlin, Linienstraße 161 A, 10115 Berlin
Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue