Was kommt dabei heraus, wenn sich Tradition und Formenfarbspiel die Hand reichen? Im Falle der Kooperation der beiden Labels Ludwig Reiter und Peter Pilotto farbenfrohe Schuhe, die zeitloses Design in einen neuen Kontext setzen.

Seit 1885 setzt der Schuhspezialist Ludwig Reiter auf die Herstellung funktionaler Lederklassiker. Bis zu 300 Arbeitsschritte sind nötig, um dem Traditionsschuhwerk Leben einzuhauchen. Und weil Beständigkeit bei Ludwig Reiter nicht nur Teil der Designphilosophie ist, werden diese bis heute auf dem alten Gutshof Süßenbrunn des Unternehmens hergestellt.

Einer, der zwar noch nicht seit über 100 Jahren dabei, allerdings alles andere als ein Unbekannter auf der Modelandkarte ist, ist Peter Pilotto. Seit 2007 schneidert der gebürtiger Wiener gemeinsam mit seinem Designpartner Christopher De Vos farbenfrohe Mode mit exzentrischen Prints für sein gleichnamiges Label.

Nach über einem Jahrhundert war es an der Zeit, Farbe zu bekennen. Spielerisch schwangen Pilotto und De Vos deshalb die Pinsel und verpassten altbewährten Designklassikern von Ludwig Reiter, etwa dem Modell Kapuziner oder dem Kaminschuh, einen neuen Anstrich. In bunten Stickereien, organischen Linien oder großen Ziersteinen reininterpretieren die beiden Designer die Traditionsschuhe. Premiere feierten sie vor wenigen Tagen während der Londoner Modewoche auf der Präsentation der Herbst-Winter-2017-Kollektion des Labels.