Blickt man auf die lange Historie und Anfänge einiger namenhafter Modehäuser, zeigt sich, dass diese oft als Handwerksbetriebe — und nicht als Luxusunternehmen — starteten. Bevor etwa das spanische Traditionshaus Loewe zum Hoflieferanten verschiedener Königshäuser und Adelskreise wurde, glich es einer einfachen Lederwerkstatt.

An die handwerklichen Ursprünge des Hauses möchte der 2016 ins Leben gerufene Loewe Craft Prize erinnern. Für den mit 50.000 Euro dotierten Kunstförderungskreis können sich alle Künstler ab 18 Jahren bei der Stiftung mit ihren Werken bewerben. Eine Jury, darunter unter anderem Kreativdirektor Jonathan Anderson sowie Ehrenpräsident und Gründer der Stiftung, Enrique Loewe, wählte dieses Jahr aus 4.000 eingegangenen Bewerbungen insgesamt 26 Finalisten aus.

Darunter finden sich auch die Namen zwei deutscher Künstler: Ernst Gamperl und Kristina Rothe. Ins Rennen geht Gamperl mit einer eindrucksvollen Vase aus altem Eichenholz, Rothe mit einem dreiteiligen Gefäß aus Papier.

Im April wird der Gewinner verkündet. Neben der saftigen Prämie erhält er zusätzlich die Möglichkeit einer kleinen Wanderausstellung: Das gekürte Kunstwerk wird zunächst in Madrid und anschließend in New York und Tokyo zu sehen sein.

Bis dahin zeigt Achtung Digital eine Auswahl der Kunstwerke, die es bis ins Finale geschafft haben.

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