Kleider in einem einzigen Augenblick einzufrieren, ohne dass diese dabei ihre Dynamik verlieren und dem Betrachter bestenfalls noch eine spannende Geschichte erzählen, ist kein Kinderspiel. Die Modefotografin Lillian Bassmann wusste, wie es geht. Neben bekannteren Größen der Fashion-Fotografie wie Richard Avedon, Helmut Newton oder Bruce Weber prägte sie in den 50er- und 60er Jahren die Modewelt als und im Bild, fotografierte für namenhafte Magazine wie die Harper’s Bazaar oder Vogue.

Wie monochrome Gemälde wirken ihre Fotografien — irgendwie passend, baute sie sich als zweites Standbein doch eine Karriere als Malerin auf. Eine willkürliche Unschärfe und harte Kontraste waren Bassmanns persönliche Handschrift. Spielerisch fing sie Kleid und Model in ihren Bildern ein, die immer ein bisschen so wirken, als wären sie einem französischen Film Noir entrückt.

Zu Ehren der amerikanischen Fotografin präsentiert die Berliner Galerie Camera Work jetzt die erste detaillierte Ausstellung nach dem Tod der Künstlerin im Jahr 2012. Insgesamt 50 Arbeiten umfasst die Sammlung und ist noch bis zum 25. März in Berlin anzusehen.

Alle Bilder: © Lillian Bassman Estate / Courtesy of CAMERA WORK

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