Überangebot und Warenüberfluss bestimmen unseren Alltag. Unternehmen und fixe Konzepte schießen aus dem Boden wie Unkraut. Dabei sind sie häufig genau so schnell wieder von der Bildfläche verschwunden.

Dass es nicht unmöglich ist, etwas Beständigkeit in dieses aufgeregte Wirrwarr zu bringen, beweist etwa das französische Traditionshaus Hermès mit seinen klassischen Seiden-Carrés seit 1937 — also seit mittlerweile 80 Jahren. Treue Fans sammeln die bunten Foulards Saison für Saison. Heute haben sie sogar ihre eigene virtuelle Maison. Auf mehreren „Etagen“ und mit Hilfe liebevoll aufgearbeiteter Videos können Kundinnen sich dort online ihr persönliches Carré zusammenstellen.

Für die neue Frühjahr-Sommerkollektion 2017 hat sich das Modehaus etwas Besonderes überlegt. In Zusammenarbeit mit Studenten der renommierten Pariser Kunsthochschule École Nationale des Arts Décoratifs ist ein neues Hermès Carré-Motiv entstanden. Die Studentin Marie Bonnin ist der kreative Kopf hinter „Au point du jour“. Mittels einer speziellen Papierschablonen-Technik schmückte sie das Seidentwill mit insgesamt 100 Kreisen, in denen sie verschiedene Himmelsphasen einfing. Ziemlich poetisch — die Foulard-Sammlerinnen werden es ihr danken.

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