Jede Fashion Crowd hat sein Lieblingsrestaurant. In Berlin war das in den letzten zweieinhalb Jahren das Dóttir — der junge, angesagte Ableger des Szenerestaurants Grill Royal. Dessen Co-Gründer Boris Radczun ist übrigens selbst auch Modemacher. Er betreibt eine unter Kennern beliebte Herren-Maßschneiderei. Die leichte regionale Küche der Isländerin Victoria Eliasdóttir mit ihren subtilen Aromen vermochte im Dóttir vor allem Menschen zu beeindrucken, die in der Lage sind, den feinen Unterschied genauso zu erkennen wie zu erschmecken — und darin sind Modeleute bekanntermaßen Profis.

Die fischdominierte Finesse-Küche der Schwester des Künstlers Ólafur Elíasson hatte in den für Berlin typischen unverputzten, stuckverzierten Altbau-Räumlichkeiten in der Mittelstraße ein obendrein ansprechendes Dach über dem Kopf gefunden. Dennoch wird das Dóttir am 22. Juli diesen Jahres vorerst schließen, was das Tischbegehren nur noch steigert. Bevor die Türen schließen, gelten verlängerte Sommeröffnungszeiten – ab dem 23. Mai öffnet das Restaurant ab 19 Uhr, das letzte Seating ist um 22:30 Uhr.

Zum Abschluss haben sich die Grill Royal-Betreiber für das Dóttir ein besonderes Schmankerl überlegt: „Vom 9. – 20. Mai wird im dóttir piemontesisch gekocht. Souschef Andrea Iannicella (31), der aus der Region Langhe im norditalienischen Piemont stammt, kreiert auf Basis traditioneller Rezepte seiner Familie ein zeitgenössisch interpretiertes Menü. Im Fokus steht einfache italienische Landküche, mit viel Gemüse, je nach Saison, und ab und zu Fleisch, wenn die Jagd ertragreich war.“ Die Fashion-Feinschmecker werden sich das nicht entgehen lassen. Eine Tischreservierung wird dringend empfohlen — alle Infos dazu gibt es hier.

Mal abgesehen von der piemontesischen Dinner-Serie: Das beste Frustessen gegen die Schließung des Dóttirs gibt es übrigens bereits. Und zwar im neuen hippen Laden des Grill Royal-Imperiums! Im Kin Dee kocht Dalad Kambhu thailändisches Comfi-Food mit frischen Zutaten aus Brandenburg